Nach Angaben des Bundesministeriums
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
gehören die privaten Haushalte zu den größten
Energieverbrauchern Deutschlands. 80 % der privaten
Energie werden über die Raumheizung verbraucht,
über 10 % gehen in die Wasseraufbereitung und
etwas weniger als 10 % in Haushaltsgeräte und
Beleuchtung. Energiesparen ist nicht immer mit kostspieligen
Maßnahmen verbunden, sondern relativ einfach
machbar. Bewusster Umgang mit Energie ist lernbar
und Energieschlucker sind leicht entlarvt.
Heizen
Die ideale Raumtemperatur
beträgt 20 °C. Jedes Grad weniger kommt
der Umwelt zugute. Schlafzimmer, Küche und
Flure kommen mit weniger Heizen aus. Übrigens
wird die Küche durch die Wärmeproduktion
von Herd und des Kühlaggregates vom Kühlschrank
oft mitgeheizt. Wärmeverluste können
in der Heizperiode verhindert werden.
Dazu einige Beispiele: Bei Anbruch der Dunkelheit
am besten die Roll- und Fensterläden schließen,
denn durch die Fenster entweicht unnötig
Wärme nach außen. Heizkörper in
der Heizperiode nicht zustellen, da sonst die
Wärme nicht in den Raum gelangen kann. Auch
die Länge der Vorhänge spielt eine Rolle.
Oft befinden sich die Heizkörper direkt unter
dem Fenster. Sind die Vorhänge so lang, dass
sie auch die Heizkörper verdecken, gelangt
die Wärme nicht richtig in den Raum. Geschlossene
Türen und abgedichtete Fenster sorgen dafür,
dass die Wärme nicht unnötig entweicht.
Auch durch richtiges Lüften kann Heizenergie
gespart werden. Lieber kurz und kräftig lüften
als Dauerlüften (z . B. bei gekippten Fenstern).
Nachts kann der Thermostat heruntergedreht werden.
Bei längerer Abwesenheit sollte die Heizung
jedoch nicht ganz abgestellt werden (12 °C
werden empfohlen).
Wussten Sie
schon, dass ein Bundesbürger täglich
ca. 140 Liter Wasser verbraucht? Ein Wannenbad
verbraucht ca. 150 Liter Wasser, eine 5-Minuten-Dusche
etwa 50 Liter. Eine Dusche spart also 100 Liter
Trinkwasser! Dieser Effekt wird umso größer,
je wassersparender Armaturen sind. Der Einbau
von Sparduschköpfen, Durchlaufbegrenzern
und Duschunterbrechern zahlt sich für die
Umwelt aus.
Unnötig laufende Wasserhähne müssen
nicht sein! Beim Zähneputzen, Rasieren und
sogar beim Händewaschen kann das Wasser abgestellt
werden. Auch das Putzen und Spülen unter
fließendem Wasser ist Verschwendung!
Tropfende Wasserhähne, lecke Toilettenspülungen
- da hilft oft schon ein neuer Dichtungsring als
Reparatur. Welche Wasserverschwendung auch hier
dahintersteckt, lässt sich leicht ausrechnen:
Ein tropfender Wasserhahn verliert in der Stunde
0,7 Liter Wasser. Im Jahr werden daraus ca. 41
volle Badewannen!
Die Wasserspartaste an der Toilettenspülung
kann ca. 3-4 Liter pro Spülgang zurückhalten.
Auch bei älteren Modellen lässt sich
die Sparvorrichtung nachrüsten.
8 °C (Stufe
1) reichen für die erforderliche Kühlleistung
eines Kühlschrankes,
-18 °C für die eines Gefrierschrankes
aus und sparen auch noch kräftig Energie.
Kühlgeräte sollten regelmäßig
abgetaut werden, insbesondere ältere Modelle.
Da Kühlgeräte Wärme produzieren,
sollten sie entsprechend Abstand von der Wand
haben (etwa 5 - 10 cm). Kühlgeräte sollten
auch nie in unmittelbarer Nachbarschaft von Herden
oder Heizkörpern stehen. Darüber hinaus
sollten keine warmen Speisen in den Kühlschrank
gestellt und der Kühl- bzw. Gefrierschrank
immer nur kurz geöffnet werden.
Beim Kochen
und Backen gibt es auch einige Energieschlucker:
Beim Kochen immer einen passenden Deckel auf den
Topf! Ohne Deckel dauert der Kochvorgang wesentlich
länger und wird ca. 3x so viel Strom verbraucht.
Das gilt auch beim Backen: Durch das Öffnen
der Ofentür entweicht viel Wärme, die
der Herd wieder nachheizen muss. Darum möglichst
durch das Sichtfenster in den Ofen schauen. Übrigens
ist Vorheizen überflüssig, auch wenn
es oft in Rezepten steht.
Töpfe und Pfannen immer an die Größe
der Herdplatten anpassen und möglichst Töpfe
und Pfannen mit ebenem Boden benutzen. Nach dem
Aufkochen kann der E-Herd in der Regel heruntergeschaltet
werden auf die erforderliche Dauertemperatur.
Vor Ende der Garzeit kann der Herd ganz ausgeschaltet
und die Restwärme genutzt werden. Das gilt
auch bei der Benutzung des Backofens.
Licht aus!
in Räumen, in denen man sich nicht aufhält.
Außerdem kann durch den Einsatz von Energiesparlampen
kräftig gespart werden. Diese sind zwar in
der Anschaffung recht teuer, aber ihr Verbrauch
ist bis zu 75 % geringer als bei herkömmlichen
Glühlampen. Allerdings wird beim Einschalten
viel Energie verbraucht. Ihr Einsatz lohnt sich
daher nur dort, wo Licht über längere
Zeit brennt. Energiesparlampen gehören übrigens
in die Problemstoffsammlung.