Müllvermeidung fängt
beim Einkauf an: Jeder hat es selbst in der Hand,
bereits im Geschäft unnötigen Müll
zu vermeiden, z. B. durch den Kauf von Produkten
in Mehrwegverpackungen, der Vermeidung von Folieneinkaufstüten.
Übrigens haben viele Hersteller aufgrund der
Verpackungsverordnung und des Grünen Punkt-Systems
ihre Verpackungen optimiert oder sogar auf überflüssige
Verpackungen verzichtet.
Altglas
/ Altpapier
Falls nicht die Stadt den
privaten Haushalten entsprechende Müllbehälter
zur Verfügung stellt, findet man fast überall
entsprechende Sammelcontainer. Altpapier, das
in Haushalten, Büros und der Industrie wie
auch dem Handel gesammelt wird, sortieren Altpapierhändler
nach Sorten und verkaufen es dann an Wiederaufbereiter,
z. B. an unser DANKE Werk in Ortmann. Auch die
Altglassammlung lohnt sich: Der Altglasanteil
bei der Behälterglas-Produktion der Bundesrepublik
beträgt mittlerweile ca. 75 %.
Jährlich
kommen etwa 900 Millionen oder 30.000 Tonnen Gerätebatterien
und wieder aufladbare Akkus auf den deutschen
Markt, deren Großteil nach Gebrauch leider
noch immer im Hausmüll landet. Die Folgen
davon sind jedoch gefährlich, denn beide
können in erheblichem Maße giftige
Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber etc.
enthalten, die ins Trinkwasser gelangen!
Für Batterien gilt seit dem 1.10.1998 eine
neue Recyclingregelung: Verbrauchte Gerätebatterien
dürfen seitdem nicht mehr in den Hausmüll
geworfen werden.
Um die fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten,
wurde die Stiftung „Gemeinsames Rücknahmesystem
Batterien” (GRS Batterien) ins Leben gerufen.
Das GRS ist eine Non-Profit-Organisation, zu der
sich viele Hersteller und Importeure von Gerätebatterien
zusammengeschlossen haben. Der Importeur oder
Hersteller muss für seine in Deutschland
verkauften Batterien einen Anteil an das GRS bezahlen,
damit die Kosten für dessen Entsorgungsleistung
gedeckt werden.
Die Stiftung stellt dem Handel geeignete Sammelbehälter
zur Verfügung. Hier kann der Kunde verbrauchte
Batterien unabhängig von Marke und Kaufort
einwerfen. Das GRS garantiert die Abholung, Sortierung
und nachfolgende Verwertung oder fachgerechte
Beseitigung. Alle Handelsunternehmen, die ständig
oder zeitweise Gerätebatterien führen,
sind zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet
- unabhängig davon, ob die Batterie in einem
Geschäft gekauft wurde oder nicht.
Darüber hinaus können die Altbatterien
und Akkumulatoren auch bei Problemstoffsammlungen
bzw. mit dem Sondermüll abgegeben werden.
Bei Ihrer Stadt oder Gemeinde können Sie
die Abholtermine erfragen.
Kleiner Tipp: Wieder aufladbare Alkali-Mangan-Batterien
können mehrere hundert normale (Einweg-)Batterien
ersetzen.
Beim Kauf von Autobatterien müssen Kunden
Pfand bezahlen, wenn sie nicht gleichzeitig das
Vorgängermodell abgeben.
Soweit im Haushalt
eine Biotonne vorhanden ist, können Küchenabfälle
wie z . B. Kartoffelschalen, Kaffeesatz und andere
kompostiert werden und später sogar den eigenen
kleinen Hausgarten düngen.
Kühlschränke,
Elektroherde, Waschmaschinen und andere Geräte
sollten fachmännisch entsorgt werden. Dies
gilt insbesondere für ältere Kühlgeräte;
denn sie enthalten meist FCKW und Dämmmaterial.
Die Entsorgung kann bei der Stadt/Gemeinde nachgefragt
werden, außerdem gibt es spezielle Problemstoffsammelstellen.
Auch der Händler sollte über die Entsorgung
Bescheid wissen.
Es empfiehlt sich, bereits beim Kauf darauf zu achten,
dass Geräte FCKW-frei bzw. FCK-frei sind. Dies
erkennt man zum Beispiel am „Blauen
Engel”.
Kaffeemaschinen,
Toaster, Wasserkocher sowie Stereoanlagen und
Fernseher gehören auf den Sperrmüll
oder zu Entsorgungshöfen. Bei Ihrer Stadt
oder Gemeinde können Sie Ihre Abholtermine
erfragen.
Die kleinen
Silberscheiben sind längst zu unseren ständigen
Begleitern geworden. Jährlich werden weltweit
über 200 Milliarden CDs hergestellt. Sie
bestehen hauptsächlich aus dem Kunststoff
Polycarbonat sowie einer dünnen Metallschicht
mit Schutzlack. Die Kunststoffscheiben lassen
sich gut recyceln und das gewonnene Polycarbonat
ist hochwertig. Manche Computerläden nehmen
die Scheiben bereits kostenlos zurück oder
sie können in den Betriebshöfen der
Entsorgungszentren abgegeben werden.
Dazu zählen
bestimmte Lacke und Farben, Klebstoffe, Fleckenentferner,
Abflussreiniger, Lösemittel etc. Sie gehören
nicht in den Hausmüll, sondern sind Sondermüll
und gehören daher in die Problemstoffsammlung.
Termine und Adressen erfährt man über
die Stadt bzw. Gemeinde.
Sie haben
sich eine neue Brille gekauft? Ihre alte muss
nicht im Müll landen, sondern kann vielleicht
noch anderen Menschen (z. B. in der Dritten Welt)
helfen. Die meisten Optiker nehmen Ihre alten
Brillen gerne entgegen und leiten diese an eine
Organisation weiter bzw. kann Ihnen eine Hilfsorganisation
nennen.